Entlang der Autobahn Mailand-Turin entstand 1947 die erste Rastanlage in Italien. Der Kekshersteller Mario Pavesi verkaufte mit Erfolg Reiseverpflegung an die ersten Automobilisten. Drei weitere italienische Lebensmittelfirmen steigen in das Geschäft der Autobahnraststätten ein. Es folgt ein Wettrennen um die spektakulärsten Raststätten-Architekturen neben und über der Autobahn. Unter dem Namen "Autogrill" werden die Raststätten-Zweige der konkurrierenden Betreiber schließlich 1977 zusammengeschlossen. Hierzulande sind Raststätten meist Unorte - gestaltungsarme Zweckbauten mit dem Geruch von Fritösenfett und Desinfektionsmittel. Höchste Zeit, sich wieder um die Halte- und Verpflegungspunkte der mobilen Gesellschaft zu kümmern.

Ein Semester lang haben sich Studierende der Bauaufgabe "Autobahnraststätte" gewidmet. Herausgekommen sind prototypische Entwürfe und ganzheitliche Konzepte für eine neue Generation an Rastanlagen.